TVR/TSV Segelwochenende 2021

TSV/TVR Segelwochenende mit R.E.D.

Nicht ganz gewöhnliche 3 Segeltage erlebten die Herberhäuser Andrea, Kerstin und Steffen, Mathias, Reinhard und die Roringer Doris und Jürgen, sowie Eberhard (der Skipper) auf einer flotten 4-Kabinenyacht am Wochenende vom 30.7. bis 1.8. des Coronajahres 2021. Und ein Fahrrad war auch mit im Gepäck.
So mitten in den Sommerferien eine Yacht für acht Wochenendsegler für einen Ostseetrip zu bekommen, in einemZeitabschnitt, in dem endlich die Häfen der deutschen und dänischen Häfen für Besucher wieder geöffnet waren, war gar nicht so einfach: alles ausgebucht! Allein die „R.O.T.“, eine für Seeregatten ausgerüstete 44-Fuß Yacht mit 2,6m (!) Tiefgang war ab Fehmarn erhältlich. Kein Problem, nichts wie hin!
Freitag: Nach 6 Stunden –oder waren´s mehr?- erreichten wir staugestresst den Hafen von Burgtiefe, wo unser Schifflein zur Übernahme wartete. Der ursprüngliche Plan, noch am späten Nachmittag nach Dänemark/Bagenkop zu segeln, war Makulatur … denn: erstens standen wir da noch im Stau, und zweitens: es fehlte am Abend der antreibende Wind. Wer nun denkt, das wird ein netter Abend im Hafen, kennt den Skipper nicht: raus aus dem Hafen!
Kurz vor Sonnenuntergang hieß es nämlich „Leinen los“ und unter Motor verholten wir von Burgtiefe nach Heiligenhafen, wo wir hinter der schützenden Landzunge vor Anker gingen. Für die Nacht war aufkommender westlicher Wind angesagt, der uns dann das ganze Wochenende begleiten sollte. Der Anker hatte sich gut in den schlammigen Untergrund eingegraben und hielt das Schiff mit seiner schlafenden Crew sicher auf seinem Platz.
Samstag: Seeluft macht auch vor Anker hungrig. Wir genossen ein reichhaltiges Frühstück … Ob das wohl gut geht angesichts des Seegangs, der sich in bei frischem Westwind in der Kieler Bucht aufbaut?
Nein, es ging nicht gut, nicht für alle. Wir hatten uns den 60 Seemeilen entfernten dänischen Hafen Lohals als Ziel ausgewählt. Die dänische Südsee, das Ziel vieler Segelurlauber und Wochenendsegler, wäre mit 2,6 m Tiefgang für uns „schwierig“ geworden. Also Lohals, an der nordwestlichen Küste der Insel Langeland gelegen. Das schien mit der schnellen R.O.T. bei frischem Westwind erreichbar. Zunächst aber durch die „holprige“ Kieler Bucht nordwärts an Fehmarn vorbei. Steuermannswechsel alle 30 Minuten, jede*r musste ran. (Foto: Steuerfrau Doris in bewegter See) Die klamme Furcht „und wir können wirklich nicht umkippen?“ und 1,5m Wellenhöhe machten einigen zu schaffen. Doch nach Passieren des stark befahrenen Kiel-Ostsee-Weges war´s vorbei mit der Welle, es ging hinein in den Großen Belt. Seitenwind und ruhiges Wasser, das sind die Zutaten für schnelles Segeln, und das erlebten wir jetzt. Mit beständigen 8-10 kn an Langelands Ostküste vorbei… es hätte Tage so weitergehen können. Die Nordspitze der Insel war erreicht und unser Zielhafen Lohals bald in Sicht. Kurz nach 17 Uhr hatten wir R.O.T. im Stadthafen des Fischerortes angelegt. Zur Vorbereitung des Abendessens wurden vitaminreiche Kost für einen Salat „geschnippelt“, mitgebrachtes Fleisch/Wurst Sortiment brutzelte wenig später auf dem Grill. Und das schmeckte. (Foto: Abendessen) Dazu ein Bier … Öttinger Pils, Sonderangebot. Oh je, da hatte der Skipper ´was angerichtet. „Das ist doch kein Bier, das ist …!“ Bisher war´s ruhig und friedlich an Bord, doch jetzt drohte ein Aufstand: „Öttinger! Das geht gar nicht!“ Aber es löschte wenigstens den Durst. Etwas später gab´s frohe Kunde: Livemusik und Fassbier am Hafen zur Unterhaltung der Urlaubsgäste. (Foto: Veranstaltungsankündigung) Nichts wie hin.
Tolle Musik, zunächst nur mitgewippt, später auch getanzt. Haben uns dort wohlgefühlt.
Nicht zu spät in die Kojen, denn der Skipper wollte am Sonntag schon um 6 auslaufen.
Sonntag: Wir hätten bei Westwind gut an der Westseite der Insel Langeland segeln können, aber eben nicht mit 2,6m Tiefgang. Das war dem Skipper zu riskant. Also ab 5.59 Uhr auf derselben Route im Großen Belt zurück, dann aber entlang der Nord und Ostküste Fehmarns zum Heimathafen Burgtiefe. Wieder ging es flott voran. Begleitet von Frachtern und Tankern hatten wir bereits zur Mittagszeit den Fährhafen Puttgarden voraus. Später gab´s noch einen Badestopp vor dem Südstrand von Burgtiefe. Bei 17°C waren immerhin Kerstin und Mathias im Wasser und machten eine schnelle Runde um das Schiff. „Frisch war´s!“ Gegen 15 Uhr machten wir an der Tankstelle in Burgstaaken fest und füllten den Dieseltank. (Crewfoto) Wir wollten auch in einem nahen urgemütlichen Café noch ein Kuchenstück (selbstgebacken –wie im Roringer Bergcafé) naschen … leider wg. „Coronainfektion beim Personal“ geschlossen. So nahmen Krabben- und Matjesbrötchen den für Kuchen reservierten Platz im Magen ein. Die flotte R.O.T. am Liegeplatz festgemacht, schnell ausgeräumt, ausgefegt … und auf der Autobahn (fast) alle gesund zurück nach Göttingen.
Was war gut? Die verständige Crew, das Segeln bei frischem Wind (132sm), das Schiff, der Zielhafen, das Wetter … eigentlich alles.
Was war schlecht? Das mitgebrachte Bier … ich arbeite daran!

Und das Fahrrad, was war mit dem Fahrrad? Das parkte bis zum Sonntagabend in Andreas Wagen. Andrea ließ sich in Lübeck absetzen und radelte eine einwöchige „Mauertour“ entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zurück nach Göttingen.

Eberhard Wünn

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