Im Sommer gingen die Roringer Rope Skipper wieder auf internationalem Parkett an den Start. Endlich fanden die Wettkämpfe wieder in Präsenz statt. Nach der erfolgreichen Teilnahme an den Deutschen Einzel – und Teammeisterschaften, schaffte das große Team mit Annika Reinhardt, Enja Kubitschke, Svenja Reinhardt und Viviane Simon die Qualifikation für die Team Europameisterschaft. Svenja Reinhardt qualifizierte sich zusätzlich für die Einzel Europameisterschaft. Knapp 1000 Kilometer Autofahrt lagen vor dem Team bevor der erste Start in Bratislava bevor stand.

Angereist am Sonntag, den 24.Juli, wurde die erste Trainingseinheit in der Halle auf der Wettkampffläche absolviert. Das Training in der Sportova Halla sollte dann eine sportliche Woche einläuten.

Insgesamt starteten 522 Rope Skipper aus 14 Ländern.

Am ersten Tag der EM ging Svenja Reinhardt als erste der vier Roringerinnen für die deutsche Delegation an den Start und sicherte sich im Individual Open Tournament Platz 6 in der Wertung der Freestyles. Am Tag darauf durften das ganze Quartett sein Können zeigen. Mit reichlich Aufregung und gegen unfassbare Leistungen der anderen Nationen, ersprangen sich die Vier sehr gute Plätze 5 und 7 in den Schnelligkeitsdisziplinen.

Diese sehr gute Platzierung spornte das Quartett an und mit Szenenapplaus sicherten sich Vivian Simon und Enja Kubitschke gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Annika und Svenja Reinhardt Platz 1 und den Titel European Open Tournement Sieger 2022 im Single Rope Team Freestyle und den Vize Titel im Double Dutch Pair Freestyle. Die Stimmung war unglaublich und die Roringerinnen ernteten besonders Lob für ihre Kürzusammenstellung und Umsetzung und Präsentation. Es zählte das Hier und Jetzt bei dem ersten internationalen Präsenzwettkampf in der Pandemie. Man hat gespürt und gesehen mit welcher Freude die Mädels ihre Aufgabe umgesetzt haben und sie wurden mit der Gold- und Silbermedaille dafür belohnt!

Am dritten Wettkampftag ging es dann um die Medaillen der Europameisterschaft. Die Aufregung war groß, was leider in der ersten Disziplin, dem Double Dutch Single Freestyle zu spüren war. Kleinere Fehler ließen Annika Reinhardt, Svenja Reinhardt und Viviane Simon auf Platz 7 rutschen und damit knapp das Finale verpassen. Die Enttäuschung und der Ärger über sich selbst war groß. Der straffe Zeitplan gab aber keinen Raum für negative Gedanken, es ging direkt weiter mit dem Single Rope Pair Freestyle. Annika und Svenja Reinhardt lieferten hier eine nahezu fehlerfreie Kür ab und zeigten einmal mehr ihre Freude am Sport, die auch das Publikum ansteckte. Am Ende des Tages dann das überraschende Ergebnis. Platz 6 und somit Finalteilnahme. Doch das sollte nicht die einzige Qualifikation sein. Direkt danach qualifizierte sich das Duo im Wheel Freestyle mit Platz 1 für das Finale der Europameisterschaft.

Am Freitag ging der Wettkampf dann mit der Qualifikation im Einzel weiter. Hier ging Svenja Reinhardt im Triple Under an den Start und holte auch hier mit 154 Dreifachdurchschlägen am Stück einen Startplatz für Samstag.
Aufgemacht mit Lichtshow und herausgeputzten Moderatoren sollten hier sich die je 6 besten pro Disziplin messen und den Europameister 2022 ermitteln.
Annika und Svenja Reinhardt gingen hier, angefeuert von vielen in der Halle und daheim am Livestream als erster Single Rope Freestyle an den Start und machten im Vergleich zum Vortag noch einen Platz gut. Platz 5 stand am Ende auf dem Konto der Roringerinnen. Den ersten Platz der Vorrunde konnten die Roringerinnen im Wheel Freestyle leider nicht verteidigen. Mit winzigem Rückstand von 0,64 Punkten in der Wertung wurden sie Vize-Europameister im Wheel Freestyle.
Deutschland Schlachtrufe ertönten das ein oder andere Mal in der Halle und Team Deutschland lieferte sich einen harten, aber ein umso faireres Battle mit den anderen Nationen. Die Atmosphäre war wieder wunderbar. Trotz Wettkampf feuerten sich alle gegenseitig an, jubelten über coole neue Tricks, egal welche Nationalität gerade auf dem Parkett stand.
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Auch Svenja Reinhardt hatte Grund zum Jubeln. Eine Einzelmedaille holte sie sich zum Abschluss der Finals im Triple Under. Svenja sicherte sie sich Platz 2 und den Vize Titel hinter einer Ungarin.
Glücklich, müde und mit vielen neuen Ideen und Eindrücken und Gold und Silbermedaillen im Gepäck ging es dann für die Roringerinnen wieder zurück nach Deutschland. Roringen hat seitdem zwei Vizeeuropameistertitel und Goldmedaillengewinner im Open Tournament der Rope Skipper zu verzeichnen.
Ein unvergessliches Ereignis und die nächsten Ziele sind inzwischen fest in den Köpfen. Die Weltmeisterschaft 2023 in Colorado! Ein Traum oder darf es Wirklichkeit werden? Die kommende Saison wird es zeigen

Viviane Simon, Svenja Reinhardt, Enja Kubitschke, Annika Reinhardt (v. l.)
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